Leichtbetonarten

Leichtbeton ist definiert als Beton mit einem Raumgewicht zwischen 800 und 2.000 kg/m³. Er wird aus einem Gemenge von Zement, Wasser und einem oder mehreren leichten Gesteinskörnungen wie Blähton, Blähglas, Ziegelsplitt, Holz, Polystyrol oder Luft hergestellt. 

Nach seiner Zusammensetzung wird er unterteilt in die Gruppen

gefügedichter Leichtbeton (LC) mit Kornporösität
- Porenleichtbeton
haufwerksporiger Leichtbeton (LAC) mit dichter/poröser Gesteinskörnung
- Porenbeton.

Öko-Bilanz

Die mineralischen Zuschläge besitzen einen hohen Anteil feinster Luftporen, mit denen jedes einzelne Korn durchsetzt ist (bis zu 85 Volumenprozent). Dieser hohe Luftporenanteil bewirken das geringe Gewicht, eine hohe Schallabsorption und eine hohe Wärmedämmfähigkeit. Und auch die niedrigen Wärmeleitwerte machen den Leichtbeton zum Baustoff der Zukunft. 

Gefügedichter Leichtbeton

Der gefügedichte Leichtbeton (LC) ist in DIN 1045-2 bzw. DIN EN 206-1 genormt. Die Hohlräume zwischen den Zuschlagskörnern sind mit Zementleim gefüllt.

Gefügedichter/konstruktiver Leichtbeton kann aufgrund seiner Rohdichte und Gewichtsersparnis von 600 bis 1.000 kg/m³ als Stahlleicht- und Spannleichtbeton sowohl im Hoch- als auch im Brückenbau eingesetzt werden.

LC 16/18 - D 1.8, D 2.0

Die Tinglev Elementfabrik produziert je nach Einsatz Leichtbetongüten mit einer Rohdichte von 1.800 bis 2.000 kg/m³. 

Haufwerksporiger Leichtbeton

Beim haufwerksporigen Leichtbeton (LAC), genormt nach DIN EN 1520, wird der Zuschlag so ausgewählt, dass möglichst viel Hohlraum zwischen den Körnern entsteht. Die Zuschlagskörner werden nur umhüllt und punktweise verkittet.

Haufwerksporiger Leichtbeton wird zur Herstellung von tragenden und wärmedämmenden Vollwandelementen und wegen der erhöhten Schallabsorption für Lärmschutzwände eingesetzt.

Für die Produktion der Blähtonwände erzeugt Tinglev diesen ökologischen Baustoff mit einer Rohdichte zwischen 1.000 und 1.800 kg/m³. Je geringer die Rohdichte, desto besser die Wärmedämmung. Deshalb werden beim Leichtbeton mit poriger Struktur die besten Werte erreicht. Mit dem Zuschlagsstoff Blähton wird aber auch eine sehr hohe Stein-Druckfestigkeit, zwischen 6 und 16 N/mm², erzielt. 

Blähtonanteil im haufwerksporigen Leichtbeton

TINGLEV Wände mit der Festigkeitsklasse LAC 6 haben einen sehr hohen Anteil an Blähton (über 60 Prozent). Durch den geringen Bindemittelgehalt in den Blähtonwänden ist der Wasserbedarf sehr niedrig und die Austrocknungszeit kürzer.

Unsere Betongüten auf einen Blick:

TINGLEV_Wandgueten.pdf

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